Geschichte

Kurzer geschichtlicher Überblick

Weltweit ist San Marino mit seiner Geschichte ein einzigartiges Beispiel eines Kleinstaates, dem es möglich war, durch die Jahrhunderte seinen autonomen und unabhängigen Status zu bewahren.

Die überlieferten Legenden erzählen von einem Flüchtling, einem Steinmetz dalmatinischer Herkunft, dem Heiligen Marinus, der anfangs nach Rimini kam, genau im Jahre 257, um seinen Beruf auszuüben.

Jedoch die Vorsehung bescherte dem Heiligen ausgerechnet auf dem Berg Titano Zufl ucht und einen Andachtsort. Um der Verfolgung durch Kaiser Diokletian zu entgehen, gründete der Diakon Marino anfangs eine Art weltlich und religiös gemischte Gemeinschaft, in der meistgeschützten Gegend des Berges. Das Datum der Gründung geht traditionell auf das Jahr 301 n. Chr. zurück.

Eines der ersten historischen Dokumente von besonderem Interesse ist aus dem Jahre 885 und bezieht sich auf einen Streit zwischen dem Abt Stephan aus San Marino und dem Bischof Deltone von Rimini über den Besitz einiger Grundstücke. Durch dieses Dokument wird bestätigt, dass die umstrittenen Ländereien als Eigentum des
sanmarinesischen Abtes zu betrachten waren. Des Jahres 1243 sind die ersten Aufzeichnungen mit den Namen der beiden Regenten, im antiken Sprachgebrauch “Consules”, die ihr Amt als gemeinsames Staatsoberhaupt Wahrnehmen.

Einige statutarische Bestimmungen, welche den Beginn des durch die Sanmarineser eingeleiteten Unabhängigkeitsprozesses bezeugen, durch die sie ihre Stadtrepublik völlig unabhängig machen wollen, stammen aus dem Jahre 1253.

Im Laufe der Jahrhunderte zeigten die Sanmarinesen ihre Abneigung gegen jegliche Expansionspolitik. Sie pflegten stattdessen eine umsichtige Diplomatie geprägt von Allianzen, mit dem Ergebnis - nach dem Sieg des im Jahre 1463 an der Seite des Papstes und der Herzöge des Montefeltro geführten Krieges zur Verteidigung wider die mächtige Familie der Malatesta von Rimini - einer Gebietskonstellation von 61 km, welche bis heute unverändert Bestand hat. Obwohl die Unabhängigkeit der Republik über die Jahrhunderte hinweg seitens des Kirchenstaates bestritten wurde, erwiesen ihr bedeutende Persönlichkeiten ihre Wertschätzung: so anerkannte und achtete Napoleon Bonaparte ihre Souveranität im Jahre 1797. Ihre Unabhängigkeit wurde durch den Wiener Kongress besiegelt und nichts wurde seither an ihren politischen Grenzen verändert. Lieb und teuer ist den Sanmarinesen die von Präsident Abraham Lincoln gegebene Äußerung, als ihm das Ehrenbürgerrecht angeboten wurde.
In einem Brief, datiert 7. Mai 1861, schrieb er den Regenten: “Obschon Ihr Hoheitsgebiet klein ist, dessen ungeachtet ist Ihr Staat ist einer der meistgeehrten der weltumspannenden Geschichte”.
Großzügig und solidarisch - viele Male wurden die Tore der winzigen Republik für diejenigen, welche in unruhigen Zeitspannen und Wechselfällen der italienischen Geschichte Zufl ucht und
Schutz suchten, geöffnet. Eine der berühmtesten Persönlichkeiten, die hier Schutz fand, war Giuseppe Garibaldi, der am 31. Juli 1849, von den Österreichern verfolgt, mit seinen Soldaten am Ende ihrer Kräfte eintraf, nicht einmal vierundzwanzig Stunden verweilte und das Hoheitsgebiet von San Marino dadurch respektierte, dass er seine Truppen die Waffen strecken ließ. Von Garibaldi, auch “Held zweier Welten” genannt, und der glorreichen Epoche des Risorgimento wenden wir uns einem anderen, sehr viel bedrohlicheren historischen Zeitabschnitt zu: im Jahre 1943 war San Marino in der Lage, rund 100.000 Menschen auf der Flucht vor den  Bombardierungen, welche die Adria-Küste zerstörten, Zufl ucht zu bieten.

 


 

 






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